Vor 15 Jahren habe ich mein erstes Unternehmen gegründet.
Nicht mit einem Masterplan.
Nicht mit fetten finanziellen Rücklagen, aus denen ich schöpfen konnte.
Nicht aus einer Unternehmerfamilie kommend.
Aber mit dem Mut, Verantwortung zu übernehmen und zwar auch dann, wenn keiner klatscht.
Und wenn ich heute zurückblicke, dann ist eine Sache kristallklar:
Erfolg kam nicht durch mehr Arbeit.
Auch nicht durch bessere Tools.
Oder durch noch mehr Wissen.
Erfolg kam durch Dranbleiben.
Auch dann, wenn es sich zäh angefühlt hat.
Auch dann, wenn gefühlt nichts nach vorne ging.
Auch dann, wenn ich mal wieder einspringen musste, weil Mitarbeiter ausfielen.
Auch dann, wenn Kunden Preise diskutieren wollten.
Auch dann, wenn meine Mitarbeiter meine Entscheidungen doof fanden.
Was viele in diesen Phasen tun und was ich bei so vielen sehe:
Sie fangen an, sich zu erklären.
Ihre Entscheidungen.
Ihre Preise.
Ihre Richtung.
Und genau in dem Moment rutschen sie zurück ins Operative.
Nicht, weil sie unfähig sind.
Sondern weil Führung gegen Absicherung getauscht wird.
Der größte Unterschied, den ich in diesen 15 Jahren gelernt habe:
Unternehmer und Unternehmerinnen scheitern nicht, weil sie zu wenig können.
Sie verlieren Momentum, weil sie aufhören zu führen und anfangen, sich selbst und anderen alles zu erklären.
Was mir geholfen hat, nicht an diesem Punkt stehen zu bleiben?
Sparring auf Augenhöhe.
Menschen, die mich nicht beruhigt haben, sondern gespiegelt.
Die mir Klarheit gegeben haben, wenn ich selbst wieder angefangen habe, zu zweifeln.
Und Inspiration, weiterzugehen und zwar auch dann, wenn es unbequem wurde.
Denn Klarheit entsteht nicht im Alleingang.
Und Führung wächst nicht im luftleeren Raum.
Wenn ich eines aus diesen 15 Jahren sicher weiß, dann das:
Gute Führung braucht einen Raum, der sie trägt.
Nicht Applaus fürs Ego.
Nicht Zustimmung, um Everybody´s Darling zu sein.
Sondern Klarheit.
Und genau dort entscheidet sich, ob du dranbleibst oder dich langsam wieder verlierst.



